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08082026


Freunde des fahrbaren Bleches
Dazu schreibe ich lieber nichts, sonst wird der heutige Beitrag ein 
halbes Buch. Wird er wohl sowieso.
Aber mal ehrlich, dumm und asozial, ist das von mir übertrieben? 
Ihr Verhalten zeigt, daß ihr Sozialverhalten unter der untersten 
Schublade versteckt ist. Und Intelligenz, davon haben solche Leute 
evtl. mal gehört aber haben damit keinerlei persönliche Erfahrung.

»Menschen unkontrolliert, unbeherrscht und zerstört die Gesellschaft.«
Das lasse ich auch mal so stehen. Leute welche dem Alkohol folgen 
wollen nicht aufgeklärt werden, die sind schon vom Denken, über ihre 
Alkoholsucht, befreit, dank des Alkohols. Alkoholikern fiel es schon 
immer schwer zuzugeben das sie Alkoholiker sind und das es ein Fehler 
war den Alkohol als Glücksdroge zu benutzten. Es gibt wirklich sehr 
sehr viele Menschen da draußen die dem Alkohol folgen und sich die 
Abhängigkeit nicht eingestehen wollen. "Ist doch nur ein Glas." oder 
ähnliches, wie oft wird da gelogen.


So, ich mache dann bei dem letzten Beitrag weiter. 

Vielleicht gehe ich jetzt mal aus der anderen Richtung in das Thema, also 
statt mich wieder in der fernen Vergangenheit festzuschreiben gehen wir 
mal von jetzt aus.

Wie sieht es heute aus? Ich schrieb ja, was der Auslöser war, ich hatte 
beim Sonnen trotzdem ein leicht ungutes Gefühl. Es steckt eben in einem 
drin. Aber es beherrscht mich nicht mehr.
Ich kann auch über mich selbst lachen und nehme nicht mehr alles so 
ernst. Wie schon geschrieben, hilft es natürlich wenn da Menschen sind 
welche einem auch positives Feedback geben. Dies sind die Menschen welche 
zählen, deren Meinung wichtig ist. Wenn andere ein Problem haben, haben die 
wohl ein Problem. 
Ich achte auf meinen Körper, auch wenn ich es nicht übertreibe. Ich gehe zu 
einer Kosmetikerin um mir die Haare entfernen zu lassen. Nicht nur weil man 
dadurch jünger und gepflegter erscheint, sondern weil ich mich dadurch besser 
fühle. Ich kenne die ganzen Sprüche alla "ein Mann muß behaart sein" usw. . 
Ich kenne aber auch die Reaktionen, die es so gut und schön finden wie ich 
es mache. Nicht jede will einen behaarten Affen im Bett haben. 
Ich finde das gepflegte Füße auch bei einem Mann wichtig sind. Nicht weil 
ich oft barfuß bin, im Gegenteil, sondern für mich. Und wenn es dann doch 
eine Situation gibt, dann hat man schöne Füße und bekommt manchmal sogar 
ein Kompliment dafür. Beine und Füße sind ja eher meine "Problemzone", 
die "Grunderkrankung", aber genau deswegen sollen sie in Ordnung sein. 
Die Leute denken evtl. die Beine oder Füße sind "verunstaltet" und dann 
sind sie überrascht, wenn sie sie sehen. Ja, es ist mir wichtig. Ich 
habe auch keine Haare auf den Füßen, wenn würde ich sie entfernen. Es 
sieht bei manchen wirklich ekelig aus.

Ivie gab mir schon von Anfang an ein positives Bild von mir. Sie gab mir 
immer positive Rückmeldung. Letztes Jahr in Spanien wollte sie, daß ich 
mein T-Shirt ausziehe. 
Sie selbst hatte ein "gestörtes" Verhältnis zu ihrem Körper, auch sie sah 
sich nicht als attraktiv an. 
Doch sie irrte sich, sie ist eine schöne Frau. Die positiven Rückmeldungen, 
nicht nur von mir, die Anerkennung und alles, änderten ihre Einstellung zu 
sich selbst. 
Dies gilt auch für mich. 

Die Narben an ihrem Oberarm, letztes Jahr schämte sie sich dafür, heute 
ist es ihr egal. Man sieht es auch kaum und es ist egal. Das ist sie und 
es entstellt sie ja nicht. Sie ist selbstbewusster und weiß, wir mögen sie 
so wie sie ist. Sie ist ein wunderbarer Mensch und das macht sie attraktiv 
und liebenswert. Selbst wenn es deswegen blöde Kommentare geben würde, ich 
habe zumindest nicht mitbekommen, daß es welche gab, denke ich wird sie denen 
nun eine andere Gewichtung geben als zB früher. 
Mir gefallen ihre Arme, und der Rest auch.

Ivie findet mich attraktiv, nur das zählt. Ich finde Ivie attraktiv, weil 
sie es ist. Was andere aus Neid oder Missgunst sagen interessiert nicht.
Unsere Waage ist auf der positiven Seite wieder gefüllt und wir werden 
auch weiterhin immer wieder die Waage des anderen auffüllen. Die dummen 
negativen Kommentare haben kein großes Gewicht mehr.

Gehe ich jetzt nochmal in die Zeit in Bonn zurück. 

Von Jaqueline bekam ich eine Rückmeldung, sie hatte ihrer Mutter gesagt, 
daß ich über das von damals schreiben will. Ihr Vater lebt übrigens nicht 
mehr. Schöne Grüße von ihrer Mutter an mich und es wäre damals ja nicht 
so gemeint gewesen. Nein, war es nicht.

Die Geschichte als Jaquelines Eltern das erste mal zu Besuch waren. 
Jaqueline hatte ein Zimmer in einer Studenten-WG. Fünf Leute in einer 
WG. Ein Badezimmer, eine Küche, ein Kühlschrank. Mehr muß ich wohl nicht 
schreiben. Doch, etwas was sie damals sehr störte, es war eine gemischte 
WG, also es waren damals auch zwei Männer in der WG. Zudem studierten 
nicht alle das selbe oder im selben Semester. Es gab also manchmal schon 
Spannungen dort. Ich selbst hatte das Geld und nahm mir eine normale 
Wohnung mit ca. 80qm. Der Gedanke, in einer WG zu leben, gefiel mir damals 
nicht, auch wenn es interessant hätte werden können. Zudem war mir klar, 
daß das Studium sehr hart werden wird. Die Eignungstest zeigten ja schon, 
was da auf einen zukommen würde. Also wollte ich die Begleitumstände 
möglichst angenehm haben. Also nahm ich eine normale Wohnung und keine 
Studentenbude. Zudem, ich war keine 20 mehr, zwar auch noch nicht 30 aber 
doch näher an 30 als an 20. Einen gewissen Anspruch hatte ich da, oder 
Vorstellungen von meinem neuen Leben.
Jaqueline war öfter bei mir, weil ich eben den Platz hatte und es war 
angenehmer. Sie nutzte mein Bad, meinen Kühlschrank, meine Küche und 
übernachtete auch mal bei mir. 
Ihre Eltern kamen zu Besuch um mal zu sehen wie es ihr so geht. Sie 
wussten damals, daß es mich gibt aber wir haben uns noch nie vorher 
gesehen. Also entschieden wir, daß wir den Besuch bei mir machen. 
Nachdem die ihr Studentin-WG-Zimmer und so angesehen hatten kamen sie 
zu mir zum Mittagessen und wir machten auch Kaffee und Kuchen. Es 
lief auch gut. Es war ein Sonntag und ich hatte am Vormittag noch 
Kuchen aus der Bäckerei geholt. Das Mittagessen wurde sogar gelobt. 
Dann sagte Jaqueline, daß ich es gekocht hätte. Ja, hatte ich. Und 
ich war stolz wie sonst was darauf. Nichts extravagantes, Kartoffeln 
und Soße und ein bischen Gemüse als Beilage und einen großen Braten. 
Es war mein zweiter oder dritter Braten den ich überhaupt jemals gemacht 
hatte. Schnitzel, oder so, braten war ja Standard. Aber so einen großen 
Braten, anbraten und dann in den Ofen und immer wieder benetzten und 
drehen. Ich hatte ihm sogar gut zugeredet, man weiß ja nie ob es nicht 
doch was bringt. Laut Rezept sollte man ihn nach der und der Zeit raus 
nehmen, dann steht man da und denkt "sieht noch nicht gut aus, ich lasse 
ihn noch drin", und dann "war das zu lang, ist der jetzt zu trocken?". 
Als sie das Essen lobten, taten sie es weil sie dachten ihre Tochter 
hätte es gemacht? Und als Jaqueline sagte, daß ich es gemacht hatte, 
haben sie dann ihre Meinung geändert? Nein, im Gegenteil. Sie wiederholten 
das Lob nochmal direkt an mich. Ein Kleinigkeit, was mir aber viel 
bedeutet hatte. 
Das war aber nicht der Punkt, um den es eigentlich ging. Nach dem Essen 
setzten wir uns ins "Studien-Zimmer". Es war das Wohnzimmer aber dort 
lernten wir oft, auch noch mit anderen Studenten zusammen. Man ruht 
nach dem Essen und es wurde geredet. Da könnte ich jetzt viel schreiben, 
sie wollten auch etwas über mich wissen, zB meine "Vorbelastung", ob 
das weh tut. Nein, nur wenn mir Jaqueline gegen das Schienbein tritt. 
Und dann: JAQUELINE! Jaqueline: "Ich trete doch nur ganz leicht!", und 
dann wieder: "JAQUELINE! So etwas tut man nicht.", ich: "Ja, hör auf 
deine Eltern.", Jaqueline: "Schleimer!". 
Nun war folgendes. Ich hatte es mir in der Ecke der Couch bequem gemacht.  
Ich "saß" dort mit angewinkelten Beinen, also so halb auf den Beinen 
sitzend. Eben mit angewinkelten Beinen auf der Couch. Dann wurde erwähnt, 
daß so doch kein richtiger Mann sitzt. Ich dann so: Warum nicht? Was spricht 
dagegen? Also ich habe oft so gesessen, es war und ist eine angenehme 
Position. Weiß gar nicht genau warum. Aber so würden ja nur Frauen sitzen. 
Nun, man muß sich dieses Gespräch etwas gedehnt vorstellen. Es war also 
nicht so Zack Zack, wie: Angriff, Verteidigung, Schachmatt. Es war eher 
verzehrt, in andere Themen eingebettet. Bis sich eben so diese Aussage 
herauskristallisierte. Es war auch nicht vorwurfsvoll sondern es war ihre 
Meinung oder Empfinden. Es war kein Angriff sondern eher ein Austausch 
in einer doch guten Stimmungslage. 
Trotzdem war die Aussage, ich sei wohl kein richtiger Mann, nichts was 
"wir" so stehen liesen. Ich hatte eben darauf reagiert, warum soll ein 
Mann nicht auch so sitzen können oder sollen. Muß ein Mann wirklich 
breitbeinig Sitzen um sein Geschlechtsteil zu präsentieren? Ich tue so 
etwas nicht, habe ich auch nie. Habe ich nicht nötig gehabt. Es gibt 
ja mittlerweile ein Wort dafür: Manspreading.

Ich, als Mann, kann die Kritik an solchem Verhalten nachempfinden. Es 
ist typisches Getue von Leuten welche sich aufspielen wollen. Entweder 
als "Hinweis" auf ihr so großes Geschlechtsteil, daß sie ihre Beine so 
breit spreizen müssen und so viel Platz benötigen oder eben mehr Platz 
als andere beanspruchen zu können. Es gibt Frauen die auf so ein Getue 
hereinfallen und es als attraktiv finden, tja. Es ist einfach nur 
Getue und lächerlich. Und anderen den Platz weg nehmen oder bewusst 
dadurch zB die Frau auf dem Nebensitz dazu bringen sich kleiner zu 
machen, ist einfach schlechtes Verhalten. Wenn ein Versager nichts 
vorzuweisen hat dann nutzt er eben solche "Symbole" und manche Frauen 
fallen dann darauf rein. 
Aus Wikipedia, die Quelle ist dort verlinkt: "Die Sportwissenschaftlerin 
Ina Hunger und der Sozialwissenschaftler und Geschlechterforscher Paul 
Scheibelhofer verweisen darauf, dass das Manspreading anerzogenes bzw. 
erlerntes Verhalten sei."
Wikipedia
Es ist nicht die Anatomie, es ist Getue und Angeberei. 
Ich ziehe meine Beine auch mal ein, wenn jemand Platz braucht oder es 
eben eng ist. Und glaubt mir, es tut nicht weh und man klemmt sich auch 
nichts ein. Gut, ich bin jetzt auch nicht so fett aber Fett ist ja weich, 
oder?

Also, damals. Die Argumente waren durchaus auf meiner Seite, ganz besonders 
die folgenden: "Meine Wohnung, meine Couch, meine Sitzhaltung.". Und wer 
sich von der Sitzhaltung gestört fühlt, solle es dann bitte erklären. Evtl. 
hätte ich ja noch was dazu lernen können. 
Jaqueline blieb da nicht still. Und das war eben etwas ... ja, zum lachen. 
Es war nicht witzig, eher zum schmunzeln. 
Ihre Eltern könnten ihr glauben, daß sie bestätigen könne, daß ich ein 
richtiger Mann sei. (Ja, da wird man hellhörig.) Ich sei so männlich, daß 
ich es gar nicht nötige hätte es immer zu beweisen, so wie die Möchtegern 
Männer welche an ihrer Männlichkeit zweifeln. Ich wäre so männlich, daß 
ich frei sei mich so zu verhalten wie ich es möchte und keinerlei Zwang 
unterliege. Sie sei froh, daß ich ihr bester Freund sei, denn sie könne 
sich keinen besseren vorstellen.
Es ist jetzt nicht Wortwörtlich. Und falls es übertrieben klingt, ja, daß 
war es auch. Sollte wohl auch so sein. 
Aber sie stand für mich ein, gegen ihre eigenen Eltern. 

Und wie gesagt, es war kein Streit. Niemand wurde böse auf den anderen. 
Am Ende des Tages war es eher das Gegenteil. Nach dem Kaffee und Kuchen 
ging es zum verabschieden. Ich bekam Lob und Dank, nicht nur für den Tag 
und das Essen, sondern weil ich mich um ihre Tochter kümmern würde und 
ich so einen guten Einfluss auf sie hätte. Ja, lach nicht Jacky, du 
warst dabei. 
Wussten ihre Eltern eigentlich, was wir alles gemacht hatten? Gibt es die 
Mauer in Bonn eigentlich noch? Vermutlich nicht, ist schon lange her. 
"Ma.Ja. was here", falls das noch nicht entfernt wurde und jemand die 
Inschrift in einer Mauer geritzt sieht: Die ist schon viele Jahre alt und 
es ist nicht die berühmte Biene gemeint, obwohl sie der Auslöser war. 
Nein, wir waren nicht betrunken. Es war eher Langeweile. 

Das war die Geschichte aus Bonn. 

Es war wirklich wie ein anderes, neues, Leben als ich dort war. Ich selbst 
lernte meinen Körper und auch mich selbst zu akzeptieren. Die Reaktionen 
und Rückmeldungen der Menschen dort gaben mir diese positive Energie die 
ich vorher nie bekam. 

Bodyshaming, dort waren wir eigentlich. Wenn Menschen meinen, es sei doch 
nicht schlimm und wenn die anderen es sich so zu Herzen nehmen dann ist 
es doch deren Problem. Sind eben zu schwach oder sonst was. Nein, was 
diese Menschen machen, die welche Bodyshaming gegen andere betreiben, ist 
Gewalt in primitivster und verabscheuender Form. Diese Menschen sind feige 
und wenn sie es nötig haben andere abzuwerten um sich selbst besser zu 
fühlen dann sollten die sich lieber von einem Psychologen behandeln lassen. 
Denn bei denen stimmt etwas im Kopf nicht, ihr Sozialverhalten ist wohl 
gestört. 

Frauen werden oft Opfer von Bodyshaming, Täter sind Männer wie Frauen. 
Was ich darlegen wollte, auch wir Männer sind oder können Opfer dieser 
Handlungen sein. Den Opfern die Verantwortung für ihr Leid zu geben hat 
nichts mit der Realität zu tun. 
Frauen nehmen sich eher über ihren Körper wahr und identifizieren sich 
eher über ihren Körper. Bei Männern ist es weniger so, die haben andere 
Dinge mit denen sie sich profilieren wollen. 

Eine schöne Frau, welche auch in der Öffentlichkeit steht, wird Opfer 
von Bodyshaming. Nicht weil sie hässlich ist, nicht weil sie zu wehleidig 
oder emotionell ist. Es ist die Menge und die Menschen welche dann auch 
in das Bodyshaming einsteigen, weil es ihnen Spaß macht andere abzuwerten 
selbst wenn es dafür keinen Grund gibt. Immer wieder kleine Stiche, welche 
in der Summe eine Qual werden und einen Menschen brechen können. Eine Frau 
welcher sicher oft gesagt wurde, wie schön sie ist. Eine Frau welche durch 
ihr öffentliches Auftreten von ihrem Aussehen sicherlich profitierte, sie 
verlor ihr Selbstvertrauen, ihre Kraft und zog sich zurück. 
Es waren doch nur Worte? Es ist die Schuld der Frau und nicht die derer 
welche nur ihre Meinung sagten. Ist es das? Sind es nur Worte? Ist es nur 
eine Meinung?

Noch eine kleine Geschichte aus meiner fernen Vergangenheit. Die Frage, 
warum ist mir eine normale simple Alltagssituation so im Gedächnis 
geblieben, wäre noch eine andere. Evtl. weil mich die Situation sehr 
getroffen hatte oder ich es zumindest so empfand. Oder weil mein 
Unterbewusstsein es nicht so stehen lassen wollte und mich immer wieder 
darüber nachdenken lies?

Ich war in einer Stadt, ich kam gerade aus dem Parkhaus und ging auf dem 
großen Platz, den Marktplatz, im Zentrum der Stadt. Ich wollte ihn 
überqueren, so wie viele andere Leute dort auch. Es war nicht voll also 
genug Platz und kein Gedränge. Ich ging da also und mir kamen drei Mädchen 
oder junge Frauen entgegen. Nun, sie waren noch jung. Sie kamen mir 
entgegen und wir gingen im Grunde aufeinander zu. Wir sahen uns natürlich 
an, man schaut ja wohin man geht und will mit niemanden zusammenstoßen. 
Sie waren wohl Freundinnen, sie gingen sehr eng nebeneinander. Ich merkte 
dann, daß sie mich so im Blick behielten. Als sie dann in evtl. einem 
halben Meter an mir vorbei gingen merkte ich wie sie lachten oder doch 
eher kicherten. Ich drehte meinen Kopf, um die nochmal anzusehen. Es war 
so, als ob sie die Köpfe zusammensteckten und dann lachten oder kicherten. 
Ich dachte nur, die lachen mich aus und machen sich über mich lustig. 
Warum? Ich weiß es nicht. Aber die Frage stellte ich mir auch nicht. 
Ich hatte nur diesen einen Gedanken, die lachen mich aus und machen 
sich über mich lustig. Es war nichtmal, daß ich abwägte ob es etwas 
anderes war, ich hatte keinen anderen Gedanken, welche evtl. dann von 
mir verworfen wurden. Es gab für mich keine Alternative, es konnte in 
meinem Denken nur das sein. Es traf mich, mein Selbstwertgefühl bekam 
mal wieder einen Tritt in den Allerwertesten. Ich habe diese Erinnerung 
an diesen "Vorfall", aber es hat lange gedauert bis ich fähig war, es 
aus einer anderen Richtung zu betrachten. Es waren nicht Tage oder Wochen, 
auch nicht Monate, es waren Jahre. Irgendwann denkt man dann daran und 
sieht eine andere Version als Möglichkeit. Vielleicht haben die mich 
nicht ausgelacht, vielleicht war es dieses schüchterne Kichern von Mädchen 
wenn sie jemanden sehen denn sie cool oder so finden. Ich weiß es nicht. 
Warum hätten sie mich auslachen sollen? 

Für mich ging es darum, ich hatte damals nichtmal die Fähigkeit es aus 
einer anderen Perspektive zu sehen. Ich sah nur das Auslachen, etwas 
anderes gab es in meinem Denken dafür nicht. Erst später, dank anderer 
Menschen welche einem anders behandelten, konnte ich aus dieser Denkweise 
ausbrechen. 
Wie soll man einen anderen Weg gehen, wenn man selbst keinen anderen Weg 
sieht? Man weiß nicht wo man gehen soll und man sieht selbst keinen anderen 
Weg. Erst wenn jemand kommt und eure Hand nimmt und euch den Weg zeigt, 
dann könnt ihr den Weg auch sehen und gehen.
Die Menschen vor meiner Zeit in Bonn, sie zeigten mir keinen Weg der mir 
helfen könnte. Die wollten nicht, daß ich einen anderen Weg gehe als den, 
von dem die selbst profitieren. Als ich nach Bonn ging waren da Menschen 
die etwas konnten was die anderen vorher nicht konnten oder wollten: Nicht 
nur an sich denken sondern auch an andere. Dort waren Menschen mit Empathie 
und Rücksicht. Menschen für die Freundschaft oder Liebe kein Geschäft war 
von dem sie nur profitieren wollten. Menschen welche sich Sorgen um andere 
machen, nicht gespielt oder aus Berechnung, sondern um anderen helfen zu 
können. Die fragten nicht "was habe ich davon" sondern "wie kann ich für 
dich da sein". Für diese Menschen, welche mir so viel gegeben haben, für 
die bin ich dankbar. Dank ihnen konnte ich mich ändern, meine 
Selbstwahrnehmung stärken und das sein was ich war. Ich sollte keine 
Marionette sein oder ein Statist in einem Bühnenspiel was jemand als sein 
Leben inszenierte. Ich sollte einfach nur ich sein, sie wollten mich und 
nicht etwas. 
Ja, ich veränderte mich damals. Die Entscheidung nach Bonn zu gehen, es 
war meine Entscheidung, ich dachte dann nur an mich und nicht an das was 
die anderen wollten. Es gab dann auch negative Kommentare, es war mir egal. 

Ich könnte jetzt zum Schluß kommen, es ist wieder viel BlaBla-Text geworden.
Aber ich möchte noch weiter gehen. 
Als ich das Angebot bekam, nach Berlin zu kommen, war ich nicht mehr der, 
welchen die Menschen vor Bonn aus mir gemacht hatten. Berlin, und alles was 
damit zusammen hing, hat mich noch weiter verändert. Ich wurde akzeptiert, 
selbst die Leute welche in höheren Stellungen waren, nahmen mich wahr und 
gaben mir positives Feedback. Die Menschen nehmen einen wahr und gehen auf 
einen zu. Ich schrieb, glaube ich, schon mal über so etwas, wenn man selbst 
nicht in der Verantwortung ist aber dann Situationen da sind wo jemand eine 
Entscheidung treffen muß, und die Leute schauen dann dich an. Die glauben, 
du bist derjenige welcher fähig ist die Entscheidung zu treffen und den 
Leuten zu sagen, was sie tun sollen. Du willst es eigentlich gar nicht aber 
du tust es dann, weil es sonst niemand tut. 
Es sind am Ende positive Dinge, welche einem Kraft und Antrieb geben. Wenn 
man Belobigungen bekommt und sogar bedauert wird, daß man keinen Orden 
bekommen hat. Solche Worte, wenn die Menschen sich so mir gegenüber verhalten, 
die geben einem Auftrieb. 

Ja, dann passiert auch so etwas, passiert aber bestimmt vielen, wenn man in 
der Stadt an einer roten Ampel wartet und eine Frau die Beifahrerseitentür 
öffnet und fragt ob man sie mitnehmen könne. Natürlich hatte ich sie 
mitgenommen. Manchmal hat man so viele Dinge im Kopf das man die 
offensichtlichsten nicht gleich sieht. Warum wählte sie meinen Wagen? Da 
standen auch andere vor und hinter mir. Weil ich nicht so eine Angeber- 
oder Aufreißerkarre fuhr? Ja, ich ärgerte mich später selber darüber, ich 
fragte sie nicht nach ihrer Nummer oder so etwas. 

Eunjoo, ich lasse sie nicht aus. Sie sah mich als Mann, jemand mit dem 
sie zusammen sein wollte. Wir sind uns näher gekommen und sie war die 
erste Frau, bei der ich "ihr Mann" war. 
Ich war trotzdem zurückhaltend. Meine Selbstwahrnehmung und mein 
Selbstwertgefühl waren wieder vorhanden. Aber ich war nie jemand der 
offensiv vorging. Bei ihr kam es wohl gut an, es wirkte wohl cool. 
Eunjoo selbst war nicht unbedingt schüchtern, sie hatte ja durchaus ihr 
Temperament welches "mal" durchging. Aber sie war eben auch zurückhaltend. 
Sie hatte Tugenden, welche man bei manchen Frauen vermisst. Sie war durchaus 
warmherzig und nicht egoistisch aber sie hätte dir sofort eine geknallt wenn 
du sie bedrängt hättest. Trotzdem ist sie mit zu mir in die Wohnung, und so 
weiter. 

Bodyshaming gab es damals nicht, im Gegenteil. Und wenn es dumme Kommentare 
gegeben hätte, es wäre egal gewesen weil so viel positives Erleben dagegen 
gestanden hatte. 

Meine Engel, ich könnte jetzt viele Geschichten schreiben. Aber es ist schon 
wieder so viel Text geworden. 
Als Freni und ich uns das erste mal sahen, war es Liebe auf den ersten Blick? 
Ich schrieb es schon mal, was damals war. Ich wurde auf sie aufmerksam weil 
sie mich ansah und dann wieder schüchtern wegsah, immer wieder. Wir nahmen 
ohne Worte Kontakt auf. Dann kam sie zu mir, sie wollte mich kennenlernen. 
Wir lernten uns kennen, ich hoffe und denke, daß ich sie wirklich glücklich 
machte. Wenn es etwas gegeben hätte, hätte sie es sicherlich angesprochen.
Nachdem wir nach der Trennung wieder zusammen waren schworen wir uns immer 
über alles offen zu reden. 
Bodyshaming. Man achtet aufeinander aber wertet den anderen nicht ab. Nein, 
es gab da nie irgendwelche Kommentare. Es gab auch keinen Grund dazu. 
Es war eher das Gegenteil. Nach der Geburt fiel sie in den Wahn immer öfter 
ins Fitnesscenter zu gehen und ihren Körper wieder "zu formen". Sie hatte 
das nicht nötig, es gab keinen Grund weshalb sie ihre Gesundheit aufs Spiel 
setzte. Es war wohl ihr Empfinden durch die Schwangerschaft und Geburt nicht 
mehr attraktiv genug zu sein. Selbst wenn die Zeichen der Schwangerschaft 
und Geburt geblieben wären, es wäre doch schön. Das Zeichen unserer Verbindung, 
das Zeichen, daß wir eine Familie gegründet hatten. Das Zeichen unserer 
Verbundenheit. Es hätte sie nicht hässlich gemacht, im Gegenteil. Ich hätte 
sie mehr denn je als attraktiv empfunden. 
Jemanden, zB der Frau die man liebt, immer wieder Komplimente zu machen, es 
ist der Ausdruck des Respekts und der Unterstützung. Ihr die positive Energie 
zu geben die jeder gebrauchen kann. Es ist wichtig es eurem Partner immer 
wieder zu zeigen wie wichtig er/sie für euch ist. Selbst wenn euer Gegenüber 
es weiß und es klar ist, gebt die Worte, sagt jemanden wie schön er/sie ist 
und wie sehr ihr ihn/sie liebt. Diese Worte sind eben nicht nur Worte, es 
ist Energie und Emotionen welche euer Gegenüber immer wieder gebrauchen kann.
Spart nicht damit, wenn ihr es ernst meint und die Worte wahrhaft sind dann 
kostet es euch nichts, im Gegenteil. Die Energie dieser Worte, welche ihr 
jemanden gebt, die werdet auch ihr spüren. 
So ist meine Erfahrung. Es sind nicht nur Worte, sowohl im Positivem wie im 
Negativem. 

Ivie ist eine schöne und attraktive Frau welche ein wunderbares inneres 
Wesen hat und einfach ein toller Mensch ist. Das schreibe ich nicht nur 
immer wieder um anzugeben oder mich bei ihr einzuschleimen, sondern weil 
es so ist. Sie weiß es doch mittlerweile sowieso, da muß man es doch nicht 
immer wieder wiederholen. Muß man nicht, aber ich tue es. Wenn ich es sage 
oder schreibe dann weil ich es auch gerade denke. Und Ivie weiß, wenn ich 
es sage dann meine ich es auch so. Es ist kein Automatismus, keine Gewohnheit 
oder eine Floskel. Ich meine es so und sage es auch. Sie hört es auch gerne, 
ja, ist doch gut denn ich sage es auch gerne. Es ist wichtig, daß es zu sagen 
nicht im Alltag und der Gewohnheit untergeht. Solche Worte sind wichtig und 
sollten auch ausgesprochen werden, wenn man es dann auch so meint. Man spürt 
immer wieder welche Energie es beiden gibt. 
 
Menschen welche Opfer von Bodyshaming und ähnlichem sind, die bilden es sich 
nicht ein, die sind auch nicht selber schuld wenn sich ihr Selbstwertgefühl 
und ihre Selbstwahrnehmung negativ entwickelt. Bodyshaming soll ja genau das 
bei den Menschen bewirken, und es wird so lange angewendet bis es Wirkung 
zeigt. Bodyshaming kann aus verschiedenen Gründen angewendet werden doch es 
macht es dadurch nicht besser oder wirkungsloser. 

Es ist die Beeinflussung von Außen welche uns bestimmt, sowohl im negativem 
wie im positivem Sinne. 
Wie ihr mit anderen Menschen umgeht, was ihr ihnen sagt, bestimmt auch das 
Empfinden und die Sicht dieser Menschen. Ihr alleine seid dafür verantwortlich 
wie ihr mit anderen Menschen umgeht. 

Ich habe viel über mich geschrieben weil es das ist, was ich kenne. Ich könnte 
auch zB über Freni, und das sie damals als Kind und Jugendliche gemobbt wurde,
schreiben. Sie hat mir erzählt was war und wie es ihr erging. Es waren nur 
Worte, oder? Das Mobbing und als sie es mir erzählte, nein, es waren nicht nur 
Worte. Mobbing setzt jemandem zu, selbst wenn sie sagen sie seien stark und 
hart genug um es nicht an sich zu lassen. Im inneren dieser Menschen sieht es 
oft anders aus. Es jemandem zu erzählen, eine andere Sicht und andere Gedanken 
dazu zu hören, noch dazu von jemandem dem man vertraut, es kann so viel ändern. 
Es sind nicht nur Worte, es ist so viel mehr. Jemandem zuhören und ihm/ihr ein 
paar Worte und positive Energie geben, es kann so viel bedeuten und kostet doch 
so wenig. 

Ja, ich. Ich änderte mich und es gibt sicherlich sehr viele Menschen da draußen 
denen es ähnlich erging wie mir. Ein zerstörtes Selbstwertgefühl, ein zerstörtes 
Selbstbild und man bekommt dafür auch noch die Schuld zugesprochen. Die anderen, 
welche es einem antaten, sie werden keine Verantwortung für ihre Handlung und 
Worte übernehmen, dazu sind sie zu feige und wohl auch nicht fähig.

Doch mit "denke positiv und alles wird gut" ist es nicht getan. Die Denkweise 
und das Empfinden sind so ausgerichtet, da helfen solche Sprüche nicht. 
Die Leute sollen positiv denken und alles wird gut und wenn nicht sind sie eben 
selber schuld. Solche Sprüche helfen nicht wenn ihr die positive Seite, an welche 
die Leute denken sollen, nicht mitgebt. 

Einem Rollstuhlfahrer die Toilette am Ende der langen Treppe zu zeigen und sich 
dann wundern, daß er sich doch in die Hose gemacht hat obwohl man ihm doch den 
Weg zur Toilette zeigte, wem würde man wohl als dumm bezeichnen? 

Ivie würde sagen: "Typisch Zwillinge". Zwillinge sind beliebt und finden schnell 
Kontakt. Und alles so was, ich habe nicht alles gelesen was die Astrologie den 
Menschen, welche in diesem Zeitraum geboren wurden, alles zuschreibt. 
Aber eines habe ich gelesen: Zwillinge flirten gerne. 
Am Anfang des Jahres schrieb ich über Ereignisse und es ging da wohl um das 
Thema Eifersucht. Flirte ich, daß die Frauen deshalb auf mich aufmerksam werden?
Wenn Frauen mich ansprechen, auf mich zugehen, hatte ich sie angeflirtet? 
Ich glaube nicht, daß es das ist. Mein Engel fand mich interessant und wollte 
mich kennenlernen. Ivie wurde schon vor Jahren auf mich aufmerksam. Eunjoo fand 
mich außergewöhnlich und fing etwas mit mir an. 

Jaqueline? Mein Auftreten und mein Verhalten hätte mich von der Masse abgehoben 
so das ich ihr schon am ersten Tag aufgefallen sei. Als wir Kontakt bekamen 
hätte sich ihr Bild von mir nur bestätigt. In der Richtung sagte sie es. 
Ich falle auf, oder so. Und das ist positiv gemeint.

Flirte ich? Wenn ich eine Frau interessant finde, dann kann es durchaus sein, 
daß ich in so einen Modus verfalle. Aber ich denke nicht, daß es normal bei 
mir ist jede Frau derart zu bearbeiten. Freni war auch mal Eifersüchtig, sie 
zeigte es nicht immer so direkt aber wenn sie der Meinung war, daß ich zB zu 
lang oder intensiv mit einer anderen Frau sprach, dann merkte man es ihr an. 
Sie gab es mir dann auch meist schnippisch zu verstehen. Behalten wir mal so 
eine Situation im Kopf und erinnern uns später daran, und wie ich dann wohl 
reagierte.

Ivie, das Thema Eifersucht war bei uns ein intensives Thema. Ich schrieb auch 
schon mal direkt über das Thema und uns. Ivie wurde schnell extrem 
Eifersüchtig. Es kann mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, die Angst etwas 
oder jemanden, welcher ihr viel bedeutet, zu verlieren. Die Angst nicht mit 
anderen Frauen konkurrieren zu können und deshalb sofort in Angriffsmodus geht 
um zu verhindern, daß sich eine andere Frau zischen uns drängt. 
Es war der Weihnachtsmarkt und die Verkäuferin in dem Stand welche mich dann 
so nett bediente und laut Ivie mich so ansah. Ivie fragte mich dann, ob ich 
es nicht mitbekommen würde wie mich manchmal Frauen ansehen würden. Es klang 
schon vorwurfsvoll, als ob es mir bewusst sei und es quasi ausnutze es aber 
nicht zugeben wollte. Also, als ob ich flirte. 
Es kann durchaus sein, daß es mein Verhalten war. Doch was tat ich? Ivie 
konnte es nicht sagen. Ich flirtete nicht. 
Wir haben es auch in den Griff bekommen. Ivie hat Vertrauen in mich und ich 
achte darauf, ihr nicht zu sehr einen Grund zu geben Eifersüchtig zu werden.
Der Tanz in den Mai dieses Jahr. Da lief es auch anders. Ich habe nicht mit 
der Frau geflirtet, die kam zu mir und ich machte klar, daß ich nichts von 
ihr will. 

Ich flirte, ja. Evtl. bin ich manchmal besonders nett zu manchen Frauen. 
Aber flirten tue ich mit der Frau welche ich liebe. Ist noch nicht lange 
her, da schrieb ich hier davon: Rollenspiele. Ich flirte mit Ivie und es 
macht Spaß. Immer wieder zu zeigen, daß sie die Frau in meinem Leben ist, 
es macht Spaß besonders ihre Reaktion zu sehen und zu erleben.

Auch bei Freni war es so. Ich schrieb oft, es war als würden wir uns jeden 
Tag aufs neue verlieben. Ich flirtete mit ihr, immer und immer wieder. Denn 
nur mit der Frau die ich liebe macht es für mich überhaupt Sinn. 
Wenn sie eifersüchtig war, dann zeigte ich ihr, daß es nur sie gibt. Wenn 
ich schon flirte, dann mit ihr.

Worte des Respekts, der Anerkennung und als Liebesbeweis. Es sind nicht nur 
Worte, es ist mehr und es ist wichtig. Berührungen welche nicht der kurzen 
sexuellen Befriedigung dienen sondern dem Ausdruck der Gemeinsamkeit und des 
füreinander da sein. Für Ivie und mich hat die körperliche Intimität einen 
besonderen Stellenwert bekommen, denn sie ist nicht selbstverständlich, sie 
ist nicht nur etwas körperliches, es ist noch mehr.
Wer jetzt nur an das eine denkt, wie massieren uns. Ich massiere sie gerne, 
auch ihre Füße und Beine. Es ist kein Muß, oder das sie es unbedingt will. 
Ich muß sie aber auch nicht dazu zwingen und sie muß mich nicht dazu zwingen. 
Es ist das Zeichen des Miteinanders. Intimität ist mehr als nur mal eben Sex 
haben. 

Ich finde keinen Schluß, tut mir leid wenn es so lang ist und ich immer 
wieder mit dem selben anfange. 

Mir wurde eine Selbstbild und Selbstwert mitgegeben welcher es mir sehr 
schwer machte mich selbst zu akzeptieren. Andere Menschen halfen nicht.
Erst später änderte es sich.

Andere Menschen hatten wohl ein anderes Bild von mir. Etwas, was mir damals 
als unmöglich erschien. Sie lehnten mich nicht ab, sie suchten sogar den 
Kontakt zu mir. Es war wohl oft ich selbst, der mir im Weg stand.
Heike, welche mich sogar küssen wollte. Alexandra, welche mir in den Hintern 
trat um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich glaube ich war damals in sie 
verliebt. Ich habe mir oft gewünscht, ich hätte damals eine Chance bei ihr 
gehabt oder es zumindest versucht. 
Es gab noch andere. In der höheren Handelsschule gab es zB eine Jaqueline, 
eine andere, es gab auch eine Nicole und andere. Es gab auch andere Jungs 
mit denen wir, ich, damals als Gruppe zusammen waren. Hatten die nur Mitleid 
mit mir? "Durfte" ich deshalb ein Teil dieser Clique sein? 
Ich schrieb so viel und es erstreckt sich über Tage und erst jetzt denke ich 
daran, daß ich ja Bilder von mir hier habe. Das eine Bild ist von damals, da 
habe ich noch die Brille, später bekam ich die Implantate. 
Wie sehe ich auf dem Bild, mit 18, aus? Ich habe auch noch Bilder von damals, 
von der damaligen Jaqueline zB im Bus oder auf so einer Schlafcouch liegend. 
Ein Bild wo ich gewartet hatte bis die drei um die Hausecke kamen um dann 
ein Photo von ihnen zu machen. Das Bild zeige ich nicht hier, es sind andere 
Leute drauf und sie wollen es evtl. nicht. Aber eine hob die Hand, so als 
ob sie grüßt, die andere zeigte ein Lachen und die damalige Jaqueline wollte 
wegrennen. Als sie sich drehte um wieder hinter die Hausecke zu rennen machte 
ich das Photo. Das Bild von mir hatte die Jaqueline von damals gemacht. 
Wir hatten durchaus Spaß zusammen damals. Die "Orgie" im Bett, auch davon 
gibt es Bilder. Die Betten damals waren wirklich stabil, drei/vier Leute 
auf einem Bett. Nun wir waren größtenteils angezogen. Ich weiß gar nicht, 
wer das Bild damals gemacht hatte, der Raum war ja voll. Hier und da hatte 
auch jemand eine Bierflasche in der Hand. Oh, Angela gab es ja auch. Ja, sie 
war niedlich. Aber bei ihrem Namen war sie empfindlich. Das "g" auch als "g" 
gesprochen, nicht wie im englischem Angel (Engel). 
Ich würde lügen wenn ich sagen würde, daß ich nicht an die damalige Jaqueline 
interessiert gewesen wäre. Aber weder bei ihr noch bei mir war es die große 
oder kleine Liebe, wir haben nur Zeit miteinander verbracht. Trotzdem fand 
ich sie, und nicht die anderen, interessant. Sie entsprach evtl. nicht den 
Vorstellungen anderer Männer, sie trug eine Brille, war klein und wirkte 
dadurch pummelig, was sie aber nicht war. Sie war sogar sportlich, machte 
Backflips und Handstand einfach mal so auf der Wiese oder so. Ihr auftreten 
war jetzt auch nicht diese weiche Weiblichkeit, sie teilte aus. 
Damit sind wir wieder bei dem Thema.

Aber ich lasse es jetzt. Ich eiere nur noch herum. Es ist ein schwieriges 
Thema. Das Aussehen ist wichtig aber sollte nicht beherrschend sein. Wenn 
man sich selbst davon betroffen fühlt, obwohl andere es anders sehen, macht 
es das einem nicht leichter.

Menschen empfanden mich wohl nicht so abstoßend wie ich mich selbst. 
Anderen Menschen geht es genauso. Und warum? Weil es ihnen so "gesagt" 
wurde und sie es irgendwann so annehmen. 
Erst wenn man andere Erfahrungen erleben darf, wenn die Menschen einen 
anders behandeln, dann kommen auch positive Momente und Empfindungen 
dazu. Und irgendwann bekommt das positive Empfinden die Oberhand. Dann 
ändert sich auch das Selbstbild und der Selbstwert. Doch das passiert 
nicht von selbst. Es ist schwierig die Mauern im Kopf alleine einzureißen. 
Hilfe von anderen ist da sehr viel wert. Worte können so viel ändern. 
Gute Worte welche positive Energie vermitteln. 
Es gibt aber auch dumme und böse Worte, welche die negative Energie 
übermitteln um den Selbstwert und das Selbstbild zu zerstören. 

Zu mir, man kann nicht darauf warten, daß irgendjemand kommt und einem 
aus dieser Denkwelt und allem heraus holt. Man muß auch an sich selbst 
arbeiten, mit sich selbst kämpfen.

Es gibt nicht viele Bilder von mir, weil ich es nicht mag fotografiert 
zu werden. Bei den Bildern als Kind bin ich oft fröhlich. Ich hätte es 
selbst nicht gedacht. Diese positive Einstellung, die positive Sicht 
aufs Leben, die hatte ich wohl als Kind in mir. 

Ich mache Gymnastik, Sport, weil ich es musste. So behielt ich die Kontrolle 
über meinen Körper und landete nicht im Rollstuhl. Später verbesserte es 
meine Fitness und ja, hatte Einfluss auf mein Aussehen. Nicht meine Ohren, 
die sind so ok und ich habe auch nie wie Dumbo abgehoben, aber es wurden 
andere Dinge gerichtet. Nicht nur wegen des Aussehens aber es hatte eben 
auch darauf Auswirkung, denke ich. Es hatte aber andere Gründe. Man hätte 
eben besser auf so etwas achten müssen als ich ein Kind war. Auch wenn 
nichts wegfaulte oder so aber wenn es schief wächst kann es zu Problemen 
führen. Ich ging und gehe zu einer Kosmetikerin um mich besser zu fühlen 
und um besser auszusehen, so waren die Rückmeldungen von anderen, es sieht 
gut/besser aus. 

Gymnastik/Training -> Sachliche Gründe: Gesundheit, mobil bleiben, bessere 
Leistungsfähigkeit. -> Nebeneffekt: Verbessert aber auch das Aussehen und 
den Selbstwert und das Selbstbild. Verbessert die Wirkung auf andere. 

Kosmetikerin -> Sachliche Gründe: Ich ekelte mich vor mir selbst. Ja gut, 
ist evtl. kein sachlicher Grund. Es ging wohl auch um meinen Vater, daß 
ich nicht so sein wollte wie er. Ich denke, es war ein guter Grund. Es 
ging mir damals nicht ums Aussehen, im Gegenteil. Ich befürchtete sogar, 
daß man mich deswegen auslacht. Doch ich machte es, weil ich es wollte 
und mir die anderen egal waren. Nun, niemand lachte. Es sieht eben doch 
besser aus.

Es gab Dinge welche ich tat und tue, die mein Selbstwertgefühl auch 
stärkten. Die auch positive Rückmeldungen und Komplimente hervor 
brachten. Es gab andere Gründe für mich, es zu tun, aber es hatte eine 
Wirkung auf mich was wiederum anderen es mit mir leichter machte. 

Last das Bodyshaming, jeder hat seine hässliche und schöne Seite. 
Gebt den Menschen eine Chance und versucht nicht euch auf Kosten 
anderer zu erheben. Der Grund, weshalb solche Menschen Bodyshaming 
betreiben ist wohl, weil sie selbst innerlich hässlich sind und 
man es auch von außen sehen kann.