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21062026




Ein paar Tage nichts geschrieben. 
Wir waren ein paar Tage in Frankreich. Nein nicht zu den G7, woanders 
hin. Wir haben uns ein Hotelzimmer genommen und sind kurzentschlossen 
dort hin gefahren. Die Eltern meines Engels machten den Vorschlag und 
die Familie dort nahm uns in Empfang. Wir hatten ja das Hotelzimmer 
und waren mobil aber so waren wir nicht alleine dort. Ivie kannten die 
ja schon und auch Ivie kannte die dort. Also sind wir hingefahren. 
Na gut, Ivie war erst einmal mit mir dort, als die Feier war. Die Kinder 
liebten sie. Die Stimmung war auch diesmal wieder gut. 
Die haben ja Kinder, keine Kleinkinder aber auch noch jung. Fernsehen 
beim Essen gibt es dort nicht. Auch keine Smartphones am Tisch. Finde 
ich gut. Wenn man zusammen am Tisch sitzt und isst, dann ist das eben 
mehr als nur essen. Als ich alleine gelebt habe lief oft der Fernseher 
im Hintergrund. Wenn man alleine ist, ist es auch etwas anderes. Wenn 
man mit anderen zusammen isst dann finde ich es respektlos wenn jemand 
ständig mit dem Smartphone beschäftigt ist. Mit meinen Engeln war es 
von Anfang an so, daß kein Fernseher lief und das Telefon wurde zur 
Seite gelegt. Unser erstes Date war natürlich auch so, wenn jemand 
bei einem Date lieber mit seinem Smartphone spielt dann kannste es 
gleich vergessen. 
Frankreich und Kinder, evtl. hat es jemand mitbekommen, die getötete 
11-jährige. Ist in Frankreich ein großes Thema, nicht nur innerhalb 
der Gesellschaft sondern auch in der Politik. Fast jeder ist der 
Meinung, daß Kind könnte noch leben wenn Staat und Justiz nicht derart 
versagt hätten. Man wusste, daß der potentielle Täter bereits wegen 
dem Missbrauch und Vergewaltigung von Kindern angezeigt wurde. Doch 
es wurde nichts getan. Wirklich gar nichts, niemand hat sich um die 
Anzeigen gekümmert. Auch fürs Nichtstun übernimmt man Verantwortung.

Der Sommer ist nun da und ich habe einen Sonnenbrand auf den Armen. Das 
kommt vom Autofahren. Sonnenschutzcreme, ja, hatten wir dabei. Ivie 
cremte sich während der Fahrt auch ein aber wir waren auf der Autobahn 
und ich konnte und wollte da nicht während der Fahrt anfangen mich 
einzucremen. Bis zum nächsten Rastplatz war es dann auch schon geschehen. 
Aber nicht so schlimm, brannte auch nicht stark. Die Fahrt selber hat 
mal wieder viel Spaß gemacht. Nur wenn man dann wieder in Deutschland 
ist hat man wieder so aggressive Fahrer. Manche finden den Verkehr in 
Frankreich schlimm, ich eigentlich nicht. Für manche sieht es manchmal 
wie Chaos aus aber eigentlich ist es ganz einfach, man achtet auf die 
anderen und agiert nicht gegeneinander sondern miteinander. Das 
funktioniert dort ganz gut, sogar wenn mehrere daran beteiligt sind. 
In Deutschland bekomme ich mehr und mehr das Gefühl: Immer mehr sind 
damit überfordert wenn sie nicht alleine auf der Straße sind. 
Zwei- bis Dreitausend Euro für den Führerschein in Deutschland und wie 
läuft das ab? "Hier ist das Lenkrad, hier ist die Bremse und da ist 
das Gaspedal zum fahren. .... Ja, sie können das Gaspedal durchdrücken 
und der Wagen ist noch ganz, hier ist ihr Führerschein.". Ja, ich weiß, 
die Anforderungen in Deutschland sind so hoch, manche schaffen nicht 
mal die Theorieprüfung. Dafür kann es auch andere Gründe geben, man 
wird nervös und anderes. Ich hatte es ja letztes Jahr bei Ivie gesehen 
und auch selbst mal getestet ob ich die Prüfung wieder schaffen würde. 
Zugegeben, man kommt da ins schwitzen und bei manchen Fragen ist man 
sich nicht sicher. Aber Logik und Verstand helfen dann dabei die Antwort 
zu finden. Auswendiglernen soll auch helfen, ob man dann aber später 
im Verkehr zurecht kommt, weil man die Zusammenhänge nicht verstanden 
hat, ist wohl eine andere Frage. 
Ist schon Jahre her und ich wohnte woanders. Ich war den ganzen Tag 
unterwegs, Hunderte von Kilometern auf der Autobahn und in größeren 
Städten. Nichts war passiert, es war eine entspannende Fahrt. Bis 
auf die letzten Kilometer bis nach Hause. Einer bei Rot über die 
Ampel und hätte mich fast getroffen. Noch einer war wohl der Meinung: 
Gas und Bremse ist doch das selbe und schoss über die Kreuzung an der 
er eigentlich hätte anhalten müssen. Damals dachte ich: Es ist wohl 
doch kein Vorurteil. Deutschland, wo die Leute es darauf anlegen einen 
großen Unfall zu verursachen. Warum? Machtspielchen um sich groß und 
stark fühlen zu können, so wie die Affen welche sich mit ihrer eigenen 
Sch.... bewerfen und es toll finden?

Zurück nach Frankreich. Manchmal könnte man denken, daß Ivie nur mir 
zu liebe immer mitkommt. Aber ihr gefällt es so. Auch in Frankreich 
wurde es warm und es soll noch wärmer werden. Anders als hierzulande 
hat man in Frankreich nun ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit 
ausgesprochen. Da gerade bei der Hitze eine große nationale Feier 
ansteht und der Alkohol die Belastung durch die Hitze noch verstärkt 
wurde dort ein Verbot verhängt. Gab es so etwas schon mal in Deutschland?

Wir sind gestern, am Samstag, zurück gefahren. Man hat ja ein Navi im 
Auto und warum dann immer die langweilige Autobahn fahren? Wenn eine 
schöne Gegend kam fuhren wir auch mal runter von der Bahn. Wir hätten 
sicher zwei oder drei Stunden früher zuhause sein können aber ich fahre 
gerne und dann so schöne Gegenden, warum sich nicht die Zeit nehmen?
Zwischendurch noch Eislecken oder zu Mittag in ein schönes Restaurant 
welches man gerade erst entdeckt hat. Und durch Tunnel fahren, ich hatte 
nicht mitgezählt wie viele es waren. Na gut, so viele waren es jetzt 
nicht. Oft auch nur kurze und nicht Kilometer lang. Ich mag Tunnel nicht. 
Es ist nichtmal Platzangst oder so, vielleicht doch aber man hat so ein 
ungutes Gefühl wenn man in einem Tunnel fährt. Brücken sind auch manchmal 
nicht schön. Schöne Aussicht und manche Brücken sind an sich schön aber 
man hofft immer, daß sie hält. Trotzdem fahre ich gerne herum und mit 
Ivie zusammen macht es auch richtig Spaß. 

Jetzt sitzen wir auf der Terrasse, außerhalb der Sonne, und ich schreibe 
und mache mir Gedanken. Ivie leckt mein Eis weg, dabei wollte sie keines. 
Nein, kein beschweren, ist doch schön. Ich finde es witzig, zumindest 
bringt es mich zum lächeln. Ich hatte sie gefragt, ob sie auch ein Eis 
haben möchte, wir haben es im Gefrierschrank. Sie wollte keines, lag 
im Bikini draußen. Ich fing an zu schreiben und sie nahm dann mein Eis, 
bevor es wegschmilzt. Warum sollt ich sauer oder so sein? Im Gegenteil, 
ich kann mir oder uns ja noch neues holen. 

Aber Frankreich.

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, daß ich zB Südkorea sehr mag 
und die Frage, ob man nicht irgendwo in ein anderes Land ziehen möchte, 
nicht so einfach ist. Wenn wir in Frankreich sind kommt auch irgendwann 
das Thema auf meine Engel. Man möchte das Thema vermeiden aber andererseits 
werden die zwei auch nicht vergessen. Wegen meinem Engel habe ich die 
Verbindung zu Frankreich und sie ist noch immer da. Es gibt nur zwei 
Länder zu denen ich eine Verbindung über Menschen habe, Südkorea und 
Frankreich. Ja, in Deutschland lebe ich aber wenn zB Ivie mit kommt 
dann sind nicht mehr viele Menschen hier welche mich hier halten würden.
Es gebe noch Australien, es war einfach schön dort. Aber dauerhaft dort 
leben, das Bauchgefühl mit dem "Ja" ist einfach nicht da. Die USA, sicher 
würden ein paar Leute dort uns herzlich empfangen und unterstützen aber 
es ist einfach nicht mein Land. Die Türkei würde mir jetzt noch einfallen, 
auch dort würden uns ein oder zwei Leute mit offenen Armen empfangen. 
Ein Ort an dem man sicher auch gut leben kann, wenn man am richtigem Ort 
ist. Aber die politische und gesellschaftliche Situation dort spricht 
für mich dagegen. Die Menschen dort sind oft netter als die Türken hier 
in Deutschland aber ... nun ja. Es ist wie mit Australien.  

Frankreich, unser "Fluchtpunkt". Das schöne: Wir wären sehr willkommen. 
Ja, klar sagen die das dort. Sie wollen nett sein und so. Aber selbst 
die Kinder dort wollten, daß wir bleiben. So etwas macht gute Laune.

Meine Engel als Thema war dort vorhanden. Es lässt sich nicht wirklich 
vermeiden. Klar kommen da Erinnerungen und so hoch, nicht nur bei mir 
sondern auch bei der Familie meines Engels. 
Ich behielt Ivie im Auge. An ihrer Stelle würde es mich belasten wenn 
immer mal wieder die Ex ihres Freundes thematisiert wird. Gerade im 
Hotel sprachen wir auch darüber, ob es sie zu sehr belastet. Und sie 
solle sich nicht zurückgesetzt fühlen. Es fiel wohl auf, daß ich mich 
dann öfters um Ivie kümmerte und es immer mal wieder klarstellte, daß 
sie nun an meiner Seite ist. Wenn wir über meine Engel sprachen dann 
sprachen wir über vergangenes und Erinnerungen, nicht über die aktuelle 
Situation. 
"Wir" hatten da wohl dann ein schlechtes Gewissen und nicht nur ich 
kümmerte mich dann ganz besonders um Ivie. Ivie ist kein Ersatz oder 
zweite Wahl oder so, sie ist die Nummer Eins. 
Ich glaube, ich darf das schreiben: Im Hotel kam dann von Ivie so etwas 
wie: Sie hörte viel lieber die Geschichten von meinen Ex-Freundinnen als 
von ihren Ex-Freunden. Da kann und muß man sie auch mal in den Arm nehmen, 
nicht nur einmal.
Es waren schöne Tage, die französische Mannschaft hat ihr Spiel bei der 
WM gewonnen, das war natürlich ein schöner Einstand für uns. Südkorea 
hatte auch gewonnen, Deutschland auch, also alles "meine" Länder. Aber 
bei Frankreich hatte es mich ganz besonders gefreut, es wunderte mich. 
Weil wir gerade in Frankreich waren und die Stimmung vor Ort war? Mag 
sein. Aber bei Deutschland ist es mir ehrlich gesagt egal ob die jetzt 
sehr weit kommen. Südkorea würde ich wünschen, daß sie weit kommen aber 
ich glaube nicht, daß sie die WM gewinnen. Aber sie spielen eigentlich 
immer recht gut. Bei Frankreich hoffe ich, daß sie es schaffen. Werden 
sie evtl. nicht, aber mit der Mannschaft fiebere ich mit. 
Ivie ist es egal, mir eigentlich auch aber ich behalte die Franzosen 
im Auge. Die deutsche Mannschaft gilt als recht stark, also mal sehen. 

Es waren schöne Tage, nicht nur für mich sondern auch für Ivie. 
Letztes Jahr waren wir in Spanien, weil Ivie vorher noch nie in Urlaub 
war. Deshalb kam das zwischen uns ja alles ins rollen. 
Übertreiben wir es? Immer irgendwo hinfahren? Ich denke nicht, es sind 
ja meist kleine Touren oder mal zwei oder drei Tage. Warum nicht? 
Spanien war ja Urlaub bei Freunden. Frankreich ist auch etwas familiäres. 
Und ansonsten war es nicht so oft. Oder man fährt irgendwo hin anstatt 
zuhause herumzusitzen. Das Haus ist auch noch so ein Thema. Für Ivie hat 
das Haus eine andere Bedeutung als für mich. Ich weiß noch nicht. Muß 
man ja auch nicht überstürzen. Aber im Moment bin ich mit Ivie lieber 
woanders, weg von Zuhause. 

Ich musste noch an was anderes denken. Unsere Tochter und Busfahren. Das 
Thema kam in Frankreich auf, auch dort fahren die Kinder mit dem Bus zur 
Schule. Es ändert sich einfach nicht. Damals bin ich auch fast immer mit 
dem Bus in die Kreisstadt zur Höheren Handelsschule gefahren. Manchmal 
nahm mich mein Bruder morgens mit, wenn er zur Berufsschule fuhr, er hatte 
ein Auto. Ein 500,- DM Auto, wo er die Motorhaube mit Spraydosen selbst 
lackiert hatte. Das weiß ich noch. Die musste wohl unbedingt Schwarz sein. 
Die Berufsschule war neben der Wirtschaftsschule und sein Auto war dann 
auch voll weil er noch andere mitnahm. Aber ansonsten, immer Bus. 
Die ganzen Schulkinder in den Linienbusen, ein Chaos. Die Busse immer 
voll bis nichts mehr ging. Mittags führen sogar zwei Busse und die waren 
oft voll. Nur wenn man später fuhr war es angenehmer. Ein Fahrer fuhr wie 
eine besoffene Sau, da musste man sich nicht nur festhalten sondern auch 
auf die Tasche aufpassen damit die nicht durch den Bus fliegt. 
Aber es ist ja überall so. Später war ich in Hannover. Ich hatte den 
Führerschein aber kein Auto. Ein- oder zweimal hatte ich das Auto meiner 
Mutter mit nach Hannover genommen. Weiß gar nicht mehr warum. In Hannover 
ging es per Bus und S-/U-Bahn in die Stadt. Da war auch so ein Busfahrer, 
der fuhr als wäre er auf einer Rennstrecke. Wir fanden es lustig, evtl. 
machte er es deswegen extra? Der Bus dort war meistens nicht so voll. 
Bonn, ich hatte ein Auto und alles. Aber hin und wieder fuhren wir auch 
Bus und Bahn. Aber soweit ich mich erinnere war es meist eher gemütlich. 
Vielleicht weil wir dort auch meist als Gruppe unterwegs waren.
Berlin, das verdrängt man lieber. Auch dort hatte ich ein Auto aber in 
die Innenstadt mit dem Auto war meist ein Horror, egal zu welcher Tageszeit. 
Es hat sich ja auch nicht geändert. Man fährt dann eher mit der S-/U-Bahn 
und Bus. Einmal hatte sich jemand bei einer Vollbremsung eines Busses 
verletzt. Er konnte sich wohl nicht schnell genug festhalten. Ich habe 
mich immer festgehalten, ganz fest. Egal ob Bus oder S-Bahn, bei Chaos 
auf der Straße kann der Fahrer oder die Fahrerin auch nur reagieren.
Im Ausland, wo wir hin und wieder waren, war es auch nicht wirklich 
besser wobei wir dort eher nicht mit dem öffentlichem Nahverkehr fuhren.
Australien, die Zugfahrten dort werde ich nicht vergessen. Ansonsten 
fuhren wir nur mit Autos herum. Auch in den Großstädten nutzen wir 
Bus und Bahn eher nicht. 
Südkorea war anders, dort ist Bus und Bahn wie das Auto. Dementsprechend 
ist es dort auch gut organisiert gewesen. Rush Hour, da wurde es gerne 
mal voll, aber es gab entsprechende Kapazitäten. Ansonsten wartete man, 
nicht wie hier in Deutschland ein oder zwei Stunden, dort ging das schneller.
In einer Stadt wie Seoul lässt man das Auto lieber stehen, man ist damit 
nicht schneller unterwegs und mit dem ÖPNV kommt man dort überall hin.
In BI fuhr ich meist mit dem Auto. In die Innenstadt musste man erst mit 
dem Bus und dann evtl. mit der S-/U-Bahn fahren. Oder einfach mit dem 
Auto. Unsere Tochter fuhr dann später öfter mit dem Bus aber soweit ich 
weiß fuhren die anständig. 

Meine Erfahrungen mit dem ÖPNV, du bist im Bus und willst an der nächsten 
Haltestelle raus. Du gehst zum hinteren Ausgang und drückst den Meldeknopf, 
vorne geht das Licht an, daß der Bus hält. Der Bus hält dann, lässt vorne 
jemanden einsteigen und fährt wieder an. Ich dann: Ob er mich nicht 
aussteigen lässt. Er hält nochmal an und lässt mich raus. Das Licht ging 
als Bestätigung an, daß ich den Knopf gedrückt hatte. Ich bin wohl doch 
unsichtbar. Ein anderes mal, extra nicht zu spät um den Bus nicht zu 
verpassen. Ich warte, ein Bus kommt aus der Seitenstraße. Er bog aber 
nicht in meine Richtung ab sondern in die andere, Richtung Stadt. Also 
kommt meiner noch. Nein, eine dreiviertel Stunde habe ich gewartet, es 
kam keiner mehr. Die haben mich dort einfach an der Haltestelle sitzen 
lassen und auch die anderen Haltestellen, wo ich hin wollte, nicht 
angefahren. So war/ist Deutschland, nur Ar...... welche nichtmal ihren 
Job machen. In Südkorea wäre das wohl undenkbar gewesen. 

Der ÖPNV ist wichtig, aber ich bin kein Freund von dem in Deutschland. 
Zu viele negative Erfahrungen gemacht. Und wenn man dann die Diskussionen 
hört, es ändert sich nichts.

Krankenwagen und Notarzt fuhren gerade mit Blaulicht durch unsere Straße. 
Nicht das erste mal. Die fahren öfter auf der Hauptstraße hinterm Garten 
aber diesmal kam das Blaulicht von der anderen Seite. Kommt tatsächlich 
öfter vor, hier ist eine Wohnsiedlung mit Kindergarten und so. Man hofft 
dann immer, daß es nichts wirklich ernstes ist. Letztes Jahr starb jemand 
ein paar Häuser weiter. Krankenwagen und Arzt kamen aber sie konnten wohl 
nichts mehr machen. Sie fuhren ohne Blaulicht wieder weg und der Bestatter 
kam. Er war schon älter aber trotzdem tragisch wenn jemand "gehen" muß.

Anfang der Woche sortierten wir noch Dinge aus dem Schrank aus. Evtl. 
werde ich es bereuen. Ich hatte noch T-Shirts mit Motiven die für unsere 
Tochter gedacht waren. Wir hatten sie kurz vorher gekauft und sie waren 
noch eingepackt und nicht gewaschen. Ich hatte sie noch, weiß nicht warum. 
Waren ja noch neu und evtl. ... . Wir haben sie entsorgt zusammen mit 
anderen Stücken sogar noch von der Zeit in Berlin und mit der USA. 

Wo wir wieder in der Vergangenheit sind, wo kam denn jetzt der Übergang 
her? 
Im letzten Jahr schrieb ich in meinem Blog über die Zeit und wie sehr sie 
mich und mein Empfinden beeinflusst hat. Dinge die damals geschehen sind 
und all das. Ich arbeitete für die USA hier in Deutschland aber auch in 
anderen Ländern. Ich war in den USA und schrieb, daß ich sie nicht so toll 
fand wie viele andere hierzulande. Ich war nicht als Tourist dort und sah 
eben nicht nur die Hochglanzprospekte für die Touristen. Nicht nur das 
aufgesetzte Lächeln für die Touristen sondern das Gesicht der Leute nach 
dem Feierabend. Dort war viel Show, evtl. machen sich die Leute selbst 
etwas vor um sich besser fühlen zu können. 
Diese Einstellung zu den USA hatte ich nicht erst seit dem Blog, sondern 
seit damals. Oft wurde ich dafür kritisiert und ich wäre nur ein Hater 
oder eben das typische "du bist nur neidisch". Gut, die wussten nicht 
worauf sich meine Erfahrung mit der USA und den Menschen dort bezog. 

In Amerika sehen sich jetzt viele als Opfer der Regierung oder des 
Systems. In Einzelfällen stimmt es sicher aber trotzdem sage ich den 
Leuten: Nein! 
Die USA, und ich muß aufpassen, daß ich nicht Amerika schreibe, ist 
nicht plötzlich so, weil Trump da ist. Nein, Trump und diese faschistischen 
MAGA Leute, sind nicht aus dem Nichts aufgetaucht. Trump und alle die 
Idioten um ihn herum sind da, weil die USA ihnen die Plattform gab und 
sie erst erschaffen haben. Die USA war schon immer so, nicht alle dort 
aber viele. Jemand wie Obama gab Hoffnung, den Menschen in den USA und 
auch außerhalb. Doch die Menschen in den USA wollten diesen Weg nicht, 
sie holten sich einen Trump. Das Wahlsystem, und es war ja knapp, und all 
das, sorry aber Ausreden. Die USA war so und ist so wie sie ist. Die 
Menschen dort entschieden, nicht das System. Die Menschen in den USA 
wollten nicht das System ändern, nur die Führung. Trump war ein Fehler, 
kann passieren und die Menschen sahen, wie schlecht Trump als Präsident 
war. Sie wählten Biden, weil sie Trump los werden wollten. Danach holten 
sich die Menschen in den USA Trump zurück. Weil sie Kamala nicht wollten. 
Das war alles, sie wussten wen und was sie mit Trump wählten, sie wussten 
was kommen würde wenn Kamala verliert. Den Menschen dort war es egal. 
Die Menschen dort tragen die Verantwortung für die jetzige Situation, 
alles andere sind nur Ausreden. Nicht gewählt zu haben ist keine 
Entschuldigung, fürs nicht gewählt zu haben trägt man die Verantwortung 
dabei geholfen zu haben das jemand wie Trump wieder die Führung bekommt.

In den USA gibt es Menschen welche eine Änderung des Systems wollen, damit 
so etwas wie mit Trump nicht wieder möglich ist. Ich glaube nicht, daß dies 
geschehen wird. Die Mehrheit der Menschen dort wird es nicht wollen. Sie 
wollen Veränderungen doch sind nicht selbst dazu bereit. 

Was viele hier wohl nicht mitbekommen: Die Veränderung der Landschaft, also 
der Natur, in den USA. Trockenheit ist dort in einigen Gegenden ein seit 
Jahren aktuelles Thema. Nicht nur Trinkwasser sondern ganze Flüsse. In den 
letzten Jahren gab es immer wieder Wasserknappheit in vielen Gegenden. 
Hier in den Medien kommt nur etwas wenn es die bekannten Orte trifft. Doch 
es ist mittlerweile für manche Gegenden in den USA weitaus schlimmer. 

Auch hier in Deutschland haben wir in den letzten Jahren immer öfter von 
geringen Wasserständen in den Flüssen gehört. Grund-/Trinkwasser wird 
immer schneller knapper. In Frankreich gibt es immer mal wieder zu wenig 
Wasser in den Flüssen um die Atommeiler dort zu kühlen. In Amerika wird 
das ignoriert. In manchen Gegenden der USA könnten viele Millionen Menschen 
bald ohne Wasser sein. Und das sind nur einige Gegenden. Wenn die Großstädte 
nicht mehr genug Wasser haben, was dann? Von der Umweltverschmutzung in 
den USA nichtmal zu reden. 

Ich hoffe nur, daß die Menschen hier in Deutschland und der EU daraus 
lernen, was in den USA passiert. Doch auch hier habe ich wenig Hoffnung. 
Die Dummheit wird siegen und danach werden sich diese Leute wieder selbst 
in der Opferrolle sehen und bemitleiden. 

Ich wurde belächelt und kritisiert aber wer von den USA-Fans würde denn 
wirklich dort wie alle anderen leben wollen? Nicht in der Hollywood-Serien 
Idylle sondern wie alle anderen? Ohne Krankenkasse und jeden Tag gekündigt 
werden können ohne zu wissen ob man wirklich wieder so leicht einen Job 
bekommt? Viele wissen gar nicht, wie das Leben in den USA wirklich ist, 
die träumen nur von dem tollen Luxusleben. Menschen welche dort leben 
erzählen dir oft eine andere Geschichte. Der Rassismus ist dort innerhalb 
der Gesellschaft verankert, daß wird sich so schnell nicht ändern. Und 
der Egoismus ist dort wirklich schlimm. 

Die USA: